Gefahr im UnterholzBlutsaugende Zecken sind nicht nur eine Plage für uns Menschen, sonder
in noch viel grösserem Ausmass für unsere Haustiere wie Hund und Katze. Vorsicht in den Ferieneine in den Mittelmeerländern vorkommende Zeckenart, kann beim Hund die s.g. Piroplamsose (Babesiose)übertragen. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um einen Parasiten, der die roten Blutkörperchen befällt und zerstört. Die an Piroplasmose erkrankten Tiere zeigen in der Folge (2 bis 21 Tage nach dem Befall) Fieber und Fressunlust. Sie verhalten sich dann lustlos und geschwächt.Wenn Sie mit ihrem Hund in südlichen Ländern wie Spanien, Frankreich oder Italien in den Ferien gewesen sind und ihr Tier nach der Rückkehr erkrankt, sollten Sie ihren Kleintierarzt auf diesen Umstand aufmerksam machen. Mittels Blutuntersuchungen kann die Diagnose gestellt und die dringend notwendige Behandlung eingeleitet werden. Hunde können gegen diese Erkrankung auch geimpft werden.
Die beim Menschen so gefürchtete Erkrankung Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), eine Hirnhautentzündung, die durch mit Viren infizierte Zecken beim Biss übertragen wird, spielt bei unseren Haustieren eine nur sehr untergeordnete Rolle. Man schätzt, dass nur jede eintausendste Zecke als Virusträger in Frage kommt. Nur etwa 5 Prozent der Menschen erkranken wirklich an der gefürchteten Hirnhautentzündung. Aber 95 Prozent der Infizierten entwickeln nach zehn bis 20 Tagen grippeartige Symptome.Nach dem Abklingen der Beschwerden ist die Krankheit vollständig besiegt, und es stellt sich eine hundertprozentige Immunität ein. Hundebesitzer, die häufig mit ihren Tieren in Waldnähe spazieren gehen oder gar in einer gefährdeten Region wohnen, können sich gegen diese Erkrankung impfen lassen. Die Lyme-Borreliose, die beim Tier und Menschen
durch den Zeckebisse übertragen wird Impfungerhältlich. Diese sollte vor der beginnenden Zeckenplage, also am besten im Januar-Februar begonnen werden.Hunde- und Katzenbesitzer sollten ihre Tiere regelmässig auf Zecken untersuchen. Spezielle Pinzetten ermöglichen es, die Zecke zu entfernen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Kopf nicht in die Wunde zurückbleibt. Kein voller SchutzMit speziellen Floh- und Zeckenspot-on Verfahren oder Sprays kann der Zeckenbefall massiv reduziert werden. All diese chemischen Substanzen verhindern jedoch meist nicht, dass sich die Zecke trotzdem am Tier festbeisst. Aber er stirbt nach kurzer Zeit und fällt ab: Einen hundertprozentigen Zeckenschutz gibt es z.Z. noch nicht. © Heinz Berli |